Trennung ja oder nein? In 8 Schritten zu einer guten Entscheidung.

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 „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“
Albert Einstein

 

Was du für eine gute Entscheidung brauchst

Wir machen einen kleinen Ausflug in die jüngsten Erkenntnisse der Neurowissenschaft. Bis 1994 ging man davon aus, dass sich Emotionen negativ auf Entscheidungen auswirken. Das heißt eine Entscheidung galt als umso besser, je weniger Gefühle miteinflossen. Kennen wir das nicht aus unserer Kindheit? Wenn eine Entscheidung anstand, dann wurde der Sachverhalt soweit es ging rationalisiert: Alternativen gesucht und vielleicht eine Tabelle mit Für und Wider gemacht. _Die besten Argumente gewannen. Die Frage „Wie fühlt sich das für dich an?“ gab es nicht.

 

Hier eine aktuelle Geschichte:


Eine Frau Anfang 40 kam zu mir. Sie sei sehr unglücklich in ihrer Ehe und das eigentlich von Anfang an.

Ich fragte sie: „Weshalb haben Sie denn überhaupt geheiratet?“

Sie antwortetet, dass sie kurz vor der Hochzeit durchaus gezögert habe und spürte, dass etwas nicht stimmte. Aber Ihre Eltern beschwichtigten und überzeugten sie, dass sie die Hochzeit so kurz vorher nicht noch absagen könne. Das könne man doch nicht machen, die ganzen Kosten und der ganze Aufwand (eher rationale Argumente). Also heiratete sie und bekam drei Kinder. Dieses Gefühl, das sie von Anfang an hatte, intensivierte sich und zwar so sehr, dass sie es nicht mehr aushalten konnte. Nach 10 Jahren Ehe nahm sie allen Mut zusammen und sprach die Trennung aus.

Wieder schalteten sich ihre Eltern ein und sagten: „Das kannst du doch nicht machen. Ihr habt drei kleine Kinder, wie soll das gehen? Du arbeitest nicht, und du kannst das Haus nicht halten. Ihr müsst dann ausziehen. Das wirft dein ganzes Leben durcheinander.“

Ihr Vater legte nach mit: „Halt das aus. Es geht allen so.“

Die Frau stand nun wieder vor der gleichen Situation wie 10 Jahre zuvor. Alle rationalen Gründe sprachen eher gegen die Trennung. Doch ihr Gefühl wurde immer lauter.

Die Frage war nun, wie entscheidet sie dieses Mal? Traut sie ihrem eigenen Gefühl und bleibt bei der Entscheidung oder gibt sie wieder nach und folgt den eher rationalen Gründen ihres Vaters. Trennung ja oder nein – Gefühl oder Verstand?

 

Welche Entscheidung ist besser – nach Gefühl oder nach Verstand?

1994 sorgte der Neurologe Antonio Damasio an der Universtität von Iowa für eine bandbrechende neue Erkenntnis. Er fand heraus, dass ohne Gefühle kein vernünftiges Handeln möglich ist. Seinem Patienten Elliot wurde ein Hirntumor entfernt. Elliot schien nach dem Eingriff zwar körperlich und geistig völlig gesund, aber er konnte nicht mehr fühlen. Das führte dazu, dass er in Intelligenztests hervorragend abschnitt, allerdings nicht mehr in der Lage war eine Entscheidung zu treffen. Er konnte sich z.B. nicht mehr entscheiden, ob er den grünen oder den blauen Stift, die vor ihm lagen, nehmen sollte.

Bis 1994 war es noch erstrebenswert, möglichst rationale Entscheidungen zu treffen. Sie kennen sich aus Ihrer Kindheit noch Sätze wie: Lerne etwas Vernünftiges… Mach mal erst eine kaufmännische Lehre. Als Musiker verdienst du nichts… Das Wichtigste ist, dass du gute Noten hast. Mit guten Noten kannst du alles machen. Diese Strategien sind vor allem auf Sicherheit ausgelegt.

Die Neurowissenschaft bestätigt das, was viele von uns schon längst spüren. Es ist keine gute Entscheidungsstrategie sich vor allem auf den Verstand zu verlassen. Im Extremfalle sorgt es dafür, dass jemand gar nicht mehr entscheiden kann – wie im Falle Elliot.

Sind reine Gefühlsentscheidungen, denn dann die besseren Entscheidungen? Dem ist auch nicht so. Verlassen wir uns nur auf unser Gefühl dann nutzen wir die einzigartigen analytischen Fähigkeiten unseres Gehirns nicht, das sich bestens eigenet, neue, bisher noch nicht bekannte Entscheidungsalternativen zu entwickeln. Das heisst, wenn wir nur auf unser Gefühl hören, dann gehen uns vielleicht andere Möglichkeiten, an die wir bisher noch nicht gedacht haben, durch die Lappen.

Wer privat und beruflich erfolgreicher leben will, der darf seine Entscheidungsstrategie verändern.

Entscheidungen, die nur mit dem Verstand getroffen werden, sind nicht die besten Entscheidungen.

Für eine gute Entscheidung brauchst du deinen Verstand UND dein Gefühl. 

 

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Die 8 Schritte zu einer guten Entscheidung

Trennung ja oder nein? In den folgenden 8 Schritten zeige ich dir, wie du deinen Verstand und dein Gefühl ganz konkret einsetzt, damit du die beste Entscheidung triffst, die du zum jetzigen Zeitpunkt treffen kannst.

 

Trennen-ja-oder-nein-Schritt #1:

Verstand STOPP! Wie fühlst du dich wirklich? 

Hier brauchst du dein Gefühl

Wie lange denkst du schon über die Frage, ob du deine Beziehung beendest oder nicht nach? Mal ganz ehrlich – schon länger als ein Jahr?  Dann hör jetzt jetzt damit auf, dir diese Frage zu stellen! Das klingt vielleicht paradox: Wie soll ich denn zu einer Antwort kommen, wenn ich nicht darüber nachdenken? Aber du merkst ja, dass du so, wie du es bisher gemacht hast, nicht weitergekommen bist. Also kannst du auch damit aufhören. Wahrscheinlich ergeht es dir gerade so wie dem Patienten Elliot und du hast bisher zu viel darüber nachgedacht. Dann verhakt sich sozusagen das Gehirn und blockiert sich selbst. Nichts geht mehr. 

Also – alle Denkmaschinen auf STOPP!

Jetzt schaltest du das Gefühl ein und zwar in dem du dir folgende zwei Fragen stellst?

Wie glücklich fühlst du dich in deiner Beziehung? Bewerte dein Gefühl auf einer Skala von 0 bis 10. Schreibe die Zahl auf, die dir spontan in den Sinn kommt. Nicht nachdenken. Sei ehrlich.

Wie würdest du dich in 5 Jahren fühlen, wenn du nichts verändern würdest? Skala 0 bis 10

Schreib wieder die Zahl auf, die dir als erstes in den Sinn kommt. Auch hier gilt: Sei ehrlich. Es ist dein Leben.

In meinen Beratungen bekomme ich hier meistens ganz klare Antworten, wie z.B.: „Das geht gar nicht.“ „Dann bin ich nicht mehr ich.“ „Dann kann ich nicht mehr in den Spiegel schauen.“

Wenn du bei beiden Fragen einen Wert < 5 hast, dann hast du ein enormes Potenzial an Lebensfreude, das du heute noch nicht nutzt! Da geht noch was. Bewahre die Ergebnisse gut auf. Wir brauchen die zwei Zahlen später noch. 

 

Trennen-ja-oder-nein-Schritt #2:

Triff jetzt eine Entscheidung! 

Hier brauchst du dein Gefühl

Willst du dein Potenzial für mehr Lebensfreude nutzen? Willst du eine glücklichere Partnerschaft führen?

Dann triff jetzt eine Entscheidung: Setz dir ein Datum in 3 Monaten. Entscheide dich jetzt, bis zu diesem Datum alles dafür zu tun, dass es dir gut geht. Mache dir gute Gefühle. Tue alles, was dazu notwendig ist. Du kannst keine gute Beziehung führen, wenn es dir selbst nicht gut geht. Also tu was dafür!

Du zögerst oder hast eine Ausrede? Dann schreib folgende Erklärung auf ein Papier:

„Ich habe mich heute entschieden, die Verantwortung für mein Leben an andere abzugeben. Ich möchte keine Entscheidung hinsichtlich meiner Beziehung treffen. Ich lasse die Dinge einfach laufen und nehme in Kauf, was passiert. Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Nichts-Tun und gebe später keinem anderen die Schuld dafür.“

 

Trennen-ja-oder-nein-Schritt #3:

Was ist dein Ziel? Trau dich alles in Frage zu stellen. 

Hier ist dein Gefühl gefragt.

Damit du in 3 Monaten in der Lage bist zu entscheiden, brauchst du ein Ziel.

Wie stellst du dir dein Leben, das dich glücklich macht vor? Ist es das Einfahmilienhaus am Stadtrand? Ist es der Job, den du gerade ausübst? Oder bist du vielleicht irgendwo gelandet, wo du gar nicht hin wolltest?

Jetzt ist deine Gelegenheit gekommen. Trau dic, alles auf den Prüfstand zu stellen. Fang an zu träumen.

Wie sieht das Leben deiner Träume aus? Wie sieht die Beziehung deiner Träume aus? Wie fühlst du dich, wenn du ein klares „Ja“ zu deinem Partner oder deiner Partnerin sagst?

Was kannst du jetzt tun, damit du dich besser fühlst? Gib alles, denn nur wenn du alles gibst, bist du in der Lage in 3 Monaten zu entscheiden. Dann kannst mit gutem Gewissen sagen:„Der Einsatz hat sich gelohnt. Ich bleibe.“ oder „Ich habe alles gegeben. Ich gehe.“

 

Trennen-ja-oder-nein-Schritt #4:

Stell dich deinen Trennungsängsten.

Hier brauchst du dein Gefühl.

Trennungsängste sind die Haupthindernisse, um eine Entscheidung zu treffen. Ängste haben nichts mit Angsthase zu tun. Sie sind absolut normal. Jeder Mensch hat sie. Sie gehören zum Leben bzw. zum Trennen dazu. Ängste sind Ausdruck von Weiterentwicklung und Fortschritt. Du bist nicht alleine damit.

Jetzt hast du die Chance zu lernen, konstruktiv mit Angst umzugehen. Und zwar so, dass du nicht erstarrst, sondern voranzukommst.

 

Unsere größten Ängste sind die Drachen, die unsere tiefsten Schätze bewahren.

Rainer Maria Rilke

 

Die größten Erfolge liegen hinter der Angst. Du kennst das vielleicht aus deiner beruflichen Karriere. Die größten Fortschritte hast du geschafft, wenn du etwas gewagt hast oder?

Also schau hin und nimm dir 15 Mintuen Zeit.

Was sind deine größten Befürchtungen? Schreib sie auf ein Blatt Papier.

Hinschauen und sich zugestehen, dass man Ängste bzw. Sorgen hat, ist schon mal die halbe Miete, weil du jetzt aktiv werden kannst. In den folgenden zwei Schritten geht es darum, wie du mit den Ängsten nun umgehen kannst, so dass diese Sie bei der Entscheidung nicht mehr blockieren und du wieder die freie Wahl hast.

Übrigens: Zusätzlich zu den folgenden Tipps für „Angstmanagement by yourself“ gibt es hervorragende Methoden, um tiefersitzende Ängste sehr schnell in wenigen Sitzungen aufzulösen. Sprich mich an, wenn du hier noch weitere Tipps brauchst.

 

Trennen-ja-oder-nein-Schritt #5:

Klarheit schafft Sicherheit! 

Jetzt brauchst du deinen Verstand.

Du hast eine Liste Ihrer größten Befürchtungen erstellt. Nimm sie dir jetzt Punkt für Punkt vor und sammele Daten und Fakten zu dem jeweiligen Thema. Hierfür ist dein Hirn genau das richtige Werkzeug. Mit Gefühl kommst du hier nicht weiter.

Ein Beispiel:

Hast du finanzielle Ängste?

Dann mach folgendes:
- Erstelle einen Überblick über dein gesamtes Vermögen

– Erstelle ein Haushaltsbuch über deine laufenden Einnahmen und Ausgaben  (Vorlage zum Download.)

Diese Listen sind in jeweils einer halben Stunde erstellt. Das ist ganz leicht. Vielleicht kannst du das ja sogar mit deinem Partner zusammen tun. Ich erlebe immer wieder, dass beide Partner dieselben Ängste haben, aber noch nie miteinander darüber gesprochen haben. Trau dich darüber zu sprechen, z.B: „Du ich fühle mich in unserer Beziehung eingeengt und abhängig. Vielleicht liegt das daran, dass ich keinen Überblick über meine/unsere Finanzen habe. Das Thema möchte ich nun angehen. Würdest du mich dabei unterstützen? Ich hoffe, dass ich mich danach besser und entspannter fühle.“

Jetzt hast du einen Überblick, wie viel Geld du monatlich benötigst und wie viel dir zur Verfügung steht.

Reicht das Geld, kannst du jetzt schon entspannen. Reicht es nicht, kannst du dir Möglichkeiten erarbeiten, wie du deine Ausgaben senken oder deine Einnahmen steigern kannst. Auf jeden Falle mach dich dran aktiv deine Lage zu verbessern.

 

Trennen-ja-oder-nein-Schritt #6: 

Sprich mit Menschen, die es geschafft haben. 

Hier brauchst du Verstand & Gefühl.

Eine weitere Methode, um Trennungsängste abzubauen ist, mit anderen Menschen zu sprechen, die erfolgreich eine Trennung hinter sich gebracht haben. Wenn du bisher mit deinen besten Freunden oder der Familie darüber gesprochen hast, die in einer festen Partnerschaft leben, dann sei dir bewusst: Die anderen bekommen selbst Angst und werden dich überzeugen wollen, dass du aus der bestehenden Struktur nicht ausbrichst. Das würde nämlich ihre eigene Situation bedrohen.

Aber es geht um DICH. Also sprich mit Menschen,…
… die eine Trennung schon erfolgreich hinter sich gebracht haben.
… die sich friedlich geeinigt haben.
… deren Kinder sich richtig toll entwickelt haben.
… die wieder Lebensfreude empfinden.
… die dankbar sind, dass die Trennung stattgefunden hat, weil sie jetzt ihr Potenzial leben.
… die nach der Trennung beruflich durchgestartet sind. (Übrigens: Astrid Lindgren z.B. war alleinerziehende Mutter. )
… die in einer neuen glücklichen Partnerschaft leben, so wie du es dir vorstellst.

Frag diese Menschen, welche Ängste sie hatten, und wie sie es geschafft haben. Es geht jetzt nicht darum, dass du dir eine Anleitung holst, wie Trennung geht. Es geht darum, dass du erkennst, dass es Menschen gibt, die es geschafft haben.

Erst wenn du erkennst, dass Trennung auch im Guten möglich ist, bist du in der Lage eine wirklich gute Entscheidung für dich selbst zu treffen.

Hier noch eine Geschichte zur Angst „Finde ich noch einen Partner?“


Kürzlich saß mir in einer Strandbar an der Elbe eine Paar weit über 70 gegenüber. Alle vier Augen strahlten. Die Frau kuschelte sich an ihren Partner. Sie sprachen so liebevoll miteinander. Mein Herz ging auf. Oh wie schön!

Ich konnte nicht anders und fragte: „Oh, Sie sind ja ein tolles Paar. Sind Sie frisch verliebt?“

Sie sagte: „Jaaaa, aber nicht ganz so frisch – seit 3 Jahren.“

Ich: „Ich höre immer wieder von Menschen, die weit jünger sind als Sie, dass sie niemanden finden. Wo haben Sie sich kennengelernt?“

Er: „Im Sportclub. Wenn sie offen sind, geht alles.“

 

Trennen-ja-oder-nein-Schritt #7:

Bleib dran! 

Diziplin kommt aus dem Verstand.

Ehrlich gesagt, dranbleiben ist das Schwierigste. Du kennst das vom Ausdauertraining oder vom Abnehmen. Viele fallen nach einer Woche in die alten Gewohnheiten zurück.

Wenn du aber jetzt wirklich was ändern und in 3 Monaten eine klare Entscheidung treffen willst, dann musst du jetzt dranbleiben an folgenden vier Fragen:

  • Was willst du in deinem Leben?

  • Was hindert ducg zur Zeit daran?
  • Was kannst du jetzt tun?

  • Und dann tun.

Sobald du dir täglich diese Fragen stellst und beantwortest, wirst du automatisch einer Entscheidung und damit auch deibnem Wunschleben näher kommen. 

 

Trennen-ja-oder-nein-Schritt #8:

Sei mutig und triff eine Entscheidung. 

Nur das Gefühl hilft dir hier.

Du hast die 3 Monate genutzt und alles dafür getan, dass es dir gut geht. Du hast dein Leben auf den Prüfstand gestellt. Du hast Klarheit geschaffen und deine Ängste vor einer Trennung angeschaut und gesehen, wie andere Menschen es geschafft haben. Du weisst genau, wo du hin willst. 

Dann stell dir jetzt die zwei Fragen vom Anfang nocheinmal:

Wie glücklich fühlst du dich in deiner Beziehung? Bewerte dein Gefühl auf einer Skala von 0 bis 10.

Wie würdest du dich in 5 Jahren fühlen, wenn du nichts verändern würdest? Skala 0 bis 10

Vergleiche die Zahlen mit deinen Aufzeichnungen vom Anfang.

  • Hat sich dein Gefühl deutlich verbessert?
 Wow – dann bist du auf einem richtig guten Weg. Es lohnt sich weiterzumachen. Bleib in deiner Beziehung.
  • Hat sich das Ergebnis verschlechtert?

Dann ist jetzt der Zeitpunkt eine mutige Entscheidung zu treffen.

 

Trennung ist….
Verantwortung zu übernehmen für das eigene Leben und für Ihren Partner oder Ihre Partnerin.

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